11. Ebersberger Seelauf

Der 11. Ebersberger Seelauf findet am 29.3.2020 statt. Anmeldungen können unter dem Menüpunkt “Anmeldung” vorgenommen werden. Bitte beachten: Die Anmeldung gilt erst dann als abgeschlossen, wenn die Startgebühr überwiesen ist.

10. Ebersberger Seelauf

Traumhafte Bedingungen lockten am Wochenende eine neue Rekordzahl an Teilnehmern zum zehnten Ebersberger Seelauf. Die veranstaltende LG 90 Ebersberg-Grafing freute sich über insgesamt 557 Starter, die sich quer über alle Altersstufen hinweg auf den Weg durch den Wald und teilweise um den Egglburger See machten.

So schnell wie nie ging es sowohl bei den Männern, als auch Frauen über die zehn Kilometer lange Seerunde zu. Danilo Reiche von der LG Sempt – mittlerweile Stammgast und Rekordhalter über die fünf Kilometer lange Waldrunde – unterbot die 2017 aufgestellte Bestzeit des New Yorker Läufers James Ford um sieben Sekunden und kam nach 33:52 Minuten ins Ziel. Er hielt dabei den Amerikaner Matthew Kempton in Schach, der mit 34:20 Minuten Rang zwei erzielte. Danilo Reiche ist damit aktueller Doppelrekordinhaber.

Bei den Frauen lieferte Anna-Lena Stich aus Rosenheim mit 40:12 Minuten das neue Topergebnis. Dritte wurde hier mit 43:49 Minuten die in Aßling wohnende Lokalmatadorin Anna Jansen, die für die LG 90 Ebersberg-Grafing startet und erst vor kurzem Deutsche Meisterin über die 50km wurde. Erfreulich war generell die steigende Anzahl an Frauen, die sich auf die landschaftlich attraktive lange Runde trauen. Mit 66 Teilnehmerinnen konnte hier die Vorjahreszahl knapp verdoppelt werden.

Rasant waren auch die Rennen über die fünf Kilometer. Danilo Reiche machte sich zwei Stunden nach Start Nummer eins gleich noch einmal auf die Socken und komplettierte am Ende gemeinsam mit dem Sieger Thomas Deuringer (17:58 Minuten) und dem Vizemeister Patrick Göll als Drittplatzierter das siegreiche Semptler Trio. Deuringer war als Titelverteidiger dabei Wiederholungstäter.

Den dritten Streckenrekord in den Hauptläufen stellte Ash Kempton bei den Frauen auf. Mit ihrer Zeit von 19:39 Minuten unterbot die Amerikanerin und Frau des Zweiplatzierten bei den Männern über die 10 Kilometer erstmals die magische 20 Minuten Marke und wäre sogar Fünfte im Feld der Herren geworden.

Schnellste Landkreisathletin war die 15-jährige Anna-Lena-Linke von der LG 90 Ebersberg-Grafing, die sich mit 24:28 Minuten den siebten Platz erkämpfte.

Einmal mehr wurde von den Startern die schöne Strecke und die nette Begleitung durch die vielen jugendlichen Streckenposten gelobt – neben den bereits bekannten Runden über zehn und fünf Kilometer mit gut 200 und etwa 150 Teilnehmern gab es heuer auch bei den Kinderläufen mit der Aussichtsturmrunde und erweiterten Parkrunden neue Streckenführungen. Knapp 100 Helfer sorgten am Wettkampftag dafür, dass alles möglichst reibungslos über die Bühne gehen konnte. „Wir waren angesichts der erfreulich hohen Anzahl an Nachmeldern gefordert, haben uns aber sehr über jeden Teilnehmer gefreut!“, resümierte der Verantwortliche des Wettkampfbüros, Wilhelm Kusian.

Alle Ergebnisse des Laufevents finden sich unter dem Menüpunkt Ergebnisse. Ebenso gibt es dort für alle Läufer die Möglichkeit, sich ihre Urkunde auszudrucken.

Internationales Flair beim familiären Wettkampf

Immer wieder international geht es beim Ebersberger Seelauf zu. Eine eingespielte Arbeitsteilung hat das amerikanische Ehepaar Kempton. Während der Vater Matthew den Vizetitel über die 10 Kilometer nach Hause lief, kümmerte sich Mutter Ash um die beiden zwei- und vierjährigen Kinder, später wurde das Ganze umgedreht und die Frau Mama durfte sich auf den fünf Kilometern austoben und den Streckenrekord pulverisieren.

Ein paar Monate auf Interrail in Europa unterwegs streuen die laufbegeisterten Eltern hier und da einen Wettkampf ein, der sie ganz einfach reizt. „Wir suchen online nach attraktiven Läufen!“, erklärte Ash kurz vor der Siegerehrung auf die Frage, wie sie denn gerade auf Ebersberg gekommen seien. Sie hätte zwar kein Wort von dem verstanden, was so von den Moderatoren geredet wurde, aber die Strecke und die ganze Stimmung hätten ihnen sehr gefallen. Kein Wunder, hatte der Veranstalter doch anlässlich des zehnjährigen Jubiläums auch eine Hüpfburg organisiert, auf der sich bewegungsbegeisterte Kinder austoben konnten.

Bereits vor dem Wettkampf hatte ein ganz besonderes Trio die Moderatorin gebeten, ein Foto von ihnen auf dem Siegerpodest zu machen. „Da kommen wir nachher nämlich nicht drauf“, erklärten die drei ein bisschen holprig auf Englisch, sprachen dann aber Französisch weiter. Auf die Frage, wo sie herkämen meinten die Hobbysportler: „Aus Paris, Istanbul und Moskau.“ Nach einem Arbeitsmeeting in München wollten sie zum Spaß noch einen gemeinsamen Lauf machen und hätten – ebenfalls online – den Seelauf gefunden.

Wertung größtes Team

Passend zum neuerdings am Ebersberger Klostersee angebotenen „Lederhosentraining“ war ein Team beim Seelauf in einem sportlich abgewandelten Lederhosenoutfit unterwegs. Die Wertung des größten Teams konnten sie damit zwar nicht gewinnen, wohl aber die bayerischen Herzen. Der Kampf um den Titel des größten Teams wurde mehr als knapp und mit einem Computermalus entschieden. Nachdem die LG Sempt bereits mit Wildbräukisten entlohnt worden war, kam das Team OCR Munich zur Ehrung und meinte, sie hätten doch noch 2 Läufer mehr ins Ziel gebracht. Gemeldet waren diese indes einmal mit OCR Munich und einmal mit dem Zusatz e.V., was den Computer prompt zu einer getrennten Sortierung veranlasste und somit von Rang eins auf den Vizeplatz beförderte. „Kein Problem, wir haben noch Preise in der Hinterhand!“, beruhigte das Ehrungskomitee und organisierte flugs eine zweite Ehrung für die Sportler, die an allerlei Unwägbarkeiten gewöhnt sein sollten. Beim OCR Munich trainiert man für Rennen, in denen man unter anderem deftige Hindernisse über- oder unterwinden und nebenbei noch eine Unzahl an Kilo- und teils Höhenmetern hinter sich bringen muss.

Familienwertung

Immer wieder spannend wird es beim Seelauf, wenn in der Familienwertung die Preise verlost werden. Glücksfee war dieses Mal der kleinste, etwa dreijährige Sohn der Ebersberger Familie Shepherd, dem die Sprecherin vor dem Ziehen der Namen noch erklärt hatte, dass er doch am besten die eigene Familie ziehen solle – das sei enorm gut für den Haussegen daheim. Der Bursche hängte sich also über die Kiste, angelte einen der zusammengefalteten Zettel heraus und erwischte prompt und taktisch klug die eigene Familie.

Kinderläufe und Kreiswaldlaufmeisterschaften der Region Wendelstein

Mit neuem Konzept ging es heuer an die Kinderläufe, die am Nachmittag bei Sonnenschein gestartet wurden. Die 14- und 15jährigen Jugendlichen absolvierten ihre Kreiswaldlaufmeisterschaft im Rahmen des fünf Kilometer langen Seelaufes und konnten auf diese Art gleich das Flair eines Volkslaufes genießen. Große Startfelder gab es dann auch bei den sich anschließenden 2000 Meter, 1400 Meter und 800 Meter langen Strecken. Neu war neben dem Streckenverlauf, dass man sich ausgehend von den Jugendlichen im Alter immer weiter nach unten arbeitete. Je später der Nachmittag, umso jünger die Athleten bis hin zu den Fünf- bis Siebenjährigen, die um 15.20 Uhr auf die kleine Parkrunde geschickt wurden.

9. Ebersberger Seelauf

Aus Seelauf wird SCHNEELAUF!!!

Ein Kraftakt stand am vergangenen Sonntag für die Organisatoren der Leichtathletikgemeinschaft Ebersberg-Grafing mit der Durchführung des neunten Ebersberger Seelaufes auf dem Programm. Das Wetter hatte den knapp 100 Helfern einen Strich durch die Rechnung gemacht. Bei Temperaturen um die null Grad und eisigem Wind hieß es, seinen Mann und seine Frau zu stehen und ab 8 Uhr bis zum Ende der Kinderläufe um 16 Uhr durchzuhalten. Einbußen mussten in punkto Meldezahlen hingenommen werden, obwohl sich immerhin noch knapp 300 Teilnehmer im Ebersberger Waldsportstadion eingefunden hatten.

Die Athleten selbst beeindruckten mit ihren Leistungen. Unbeirrt von Wind und Wetter, das sie in ihren Trainingseinheiten ja durchaus in all seinen Facetten gewöhnt sind, wurden leichte Änderungen im Dresscode vorgenommen und los ging es. Die Strecke war dabei gut zu laufen und am Ende blieb Marco Kraißer aus Kirchbichl bei Kufstein als schnellster Mann über die zehn Kilometer lange Seerunde mit 34:47 Minuten nur knapp über dem 2017 aufgestellten Steckenrekord des New Yorkers James Ford, der bei etwa 20 Grad mehr 33:59 Minuten erzielt hatte. Der Semptler und damit Landkreisathlet Danilo Reiche, letztes Jahr noch Sieger über die 5km, belegte trotz Erkältung mit 35:26 Minuten Rang zwei. Als schnellste Frau erreichte Wibke Walder nach 46:55 Minuten das Ziel.

Gleich zwei Landkreisathleten befanden sich unter den Top-Drei der fünf Kilometer langen Waldrunde. Schnellster des Tages war hier der Semptler Thomas Deuringer, der nach 19:03 Minuten die Ziellinie überquerte. Auf dem dritten Platz landete mit 20:07 Minuten Johannes König aus Grafing. Bei den Damen trug Ute Maierbacher aus Zellerreit mit 25:26 Minuten den Sieg davon.

Der WSV Zellerreit war es auch, der am Ende den Sieg im Bereich „größtes Team“ für sich verbuchen konnte. „Kein Wunder, das ist ja auch ein Wintersportverein!“, witzelte bei der Siegerehrung ein Zaungast. Das Wildbräu Grafing und der Getränkemarkt Streidl hatten die Preise bereitgestellt, die für das nahende Trainingslager gerne entgegen genommen wurden.

Die Eisgutscheine hingegen fielen dem Wetter zum Opfer. Keine einzige Familie hatte sich bei den kalten Temperaturen nach draußen getraut und so fiel die Verlosung der drei Gutscheine aus.

Am Rande aufgeschnappt…

Immer wieder für eine Geschichte gut ist der Ebersberger Seelauf, wenn es um die internationale Besetzung geht. Eine knappe Stunde vor dem Lauf entdeckte eine der Organisatorinnen auf dem Weg in den Waldsportpark einen sportlich aussehenden Mann, der etwa auf Höhe Klostersee strammen Schrittes Richtung Norden unterwegs war, zugleich aber etwas verzweifelt auf eine Karte blickte. Nach bejahter Frage, ob er eventuell ins Stadion müsse, wurde der Mann ins Auto eingeladen und die Fahrt fortgesetzt. Auf die Frage, wo er denn herkomme, meinte der Mann: „Aus Ungarn.“ Im Moment sei er jedoch auf Dienstreise in München, habe nach einem schönen Lauf gesucht und den Ebersberger Seelauf gefunden. Die Warnung der Organisatorin, dass es doch den ein oder anderen Berg zu bewältigen gäbe, nahm der Fahrgast mit einem Schmunzeln zur Kenntnis. „Ich liebe Berge, jeden Sonntag laufe ich einen Wettkampf mit 600 Höhenmetern“.

Die zweite Überraschung in punkto Internationalität brachte dann die Siegerehrung mit sich. Beim Aufruf des Viertplatzierten der Männer über die fünf Kilometer, Mauricio Mora Gonzalez, fragte die Sprecherin nach, wo er denn herkomme. „Aus Costa Rica“, war dieses Mal die Antwort.

8. Ebersberger Seelauf

Traumwetter und Traumwerte beim achten Ebersberger Seelauf

Zwar keinen neuen Teilnehmerrekord, aber einen neuen Schönwetterrekord konnten die Organisatoren des achten Ebersberger Seelaufes am vergangenen Sonntag verzeichnen. Frühlingswetter vom Feinsten inklusive Sonnenbrandgefahr brachten beste Stimmung ins Stadion und auf die Strecke. Insgesamt knapp 500 Athleten kamen bei den beiden Hauptläufen sowie den Kinderläufen ins Ziel. Das Starterfeld über die zehn Kilometer war dabei etwas kleiner, als noch im Vorjahr. „Vielleicht ist das Wetter sogar zu schön!“, sinnierte einer der Sprecher, Bruno Chirco. Von der Hand zu weisen ist das nicht, lockt doch den ein oder anderen bei solchen Temperaturen auch ein gemütlicher Sonntagsausflug. Die anwesenden Läufer und Zuschauer im Stadion genossen freilich die Sonne und die erstmals organisierte Sambagruppe Yucólico von der Musikschule Ebersberg heizte bei den Hauptläufen allen Anwesenden zusätzlich ein.

Um bei den Rennen vorne mit zu mischen, mussten man schon ordentlich auf das Tempo drücken. Wie schon im Vorjahr benötigte man bei den Frauen eine Zeit von um die 44-45 Minuten, um sich auf dem Siegertreppchen ganz nach oben zu schieben. Auf Rang zwei und drei landeten hier exakt wie im Vorjahr Veronika Gacia aus Zellereit und Karin Seyfert von der LG Sempt, die bereits zum fünften Mal in Ebersberg dabei war. Einzig neu war so das Gesicht der Siegerin Katrin Grothues aus Markt Schwaben, die das Ziel nach 44:22 Minuten erreichte. Bei den Männern gab es sogar einen deutlichen Streckenrekord, für den der Protagonist eine lange Anreise auf sich genommen hatte. James Ford unterbot mit 33:59 Minuten erstmals die 34 Minuten Marke. Als man den Englisch sprechenden 32-Jährigen bei der Siegerehrung fragte, woher er denn komme, meinte dieser schmunzelnd: „Aus New York!“ Von New York aus also in die Weltstadt Ebersberg zum international besetzten Seelauf. Ganz so weit war die Anreise des Zweit- und Drittplatzierten nicht, schnell waren der 20-jährige Kilian Stich und 19-jährige Maximilian Weber aber auch: Ihre Zeiten lagen bei 35:46 und 38:02 Minuten. Fast schon als international anzusehen war auch der Sieger über die fünf Kilometer lange Waldrunde: Danilo Reiche ging für den 560 Kilometer entfernten VfB Germania Halberstadt in Sachsen-Anhalt ins Rennen und spulte die Strecke in ebenfalls neuem Streckenrekord von 17:16 Minuten herunter. Der Korrektheit halber gilt hinzuzufügen, dass Reiche mittlerweile im Landkreis wohnt und unter anderem zwei Mal pro Woche bei der LG Sempt trainiert, im Grunde also landkreistechnisch eingebürgert ist. Bei den Frauen belegte Barbara Stich aus Rosenheim mit 22:15 Minuten den ersten Platz. Die Vorjahressiegerin Marina Rapold von der LG Sempt hatte sich tags zuvor den Bayerischen Meistertitel im Straßenlauf über zehn Kilometer gesichert und so letztlich doch auf den anvisierten Start in Ebersberg verzichtet.

Auch in der Sparte „Sonderpreise“ war beim Ebersberger Seelauf einiges geboten. Mehr als eng ging es so dieses Mal beim Kampf in der Wertung „größtes Team“ zu. Traditionell ist hier die Hans Brunner GmbH immer ganz vorne dabei, heuer jedoch rückte ihnen die Fußballjugend mit nur einem Teilnehmer weniger ordentlich auf die Pelle. So ging hier die gesamte E3-Mannschaft des TSV Ebersberg mitsamt Trainer ins Rennen. Glücklicherweise hatten die Organisatoren neben den als Prämie ausgelobten Wildbräu-Fässern auch noch einige antialkoholische Getränkekisten von der Firma Streidl erhalten, sodass spontan beide Teams geehrt werden konnten. Während die acht- bis zehnjährigen Burschen ihren Erfolg mit deutlichem Enthusiasmus feierten, schickte die Brunner GmbH eine Dame als Vertretung zur Ehrung, die sich zwar ebenfalls sehr freute, sich mit den fünf Fässern alleine aber ganz schön abmühen musste, sodass ihr zum Abtransport zwei jugendliche Athletinnen der LG 90 zur Seite gestellt wurden. Eisgutscheine als Sonderpreise durften sich dann noch drei der insgesamt acht gestarteten Familien abholen. Die Gutscheine werden dabei unter allen Familien mit drei oder mehr „Finishern“ über die fünf oder zehn Kilometer verlost. Dabeisein und durchhalten war hier also alles – und ein bisschen Losglück musste man halt zudem haben.

Am Rande aufgeschnappt

Ja, ist denn schon Sommer? Zwei Getränkestationen gab es über die zehn Kilometer lange Seelaufstrecke. Nach vollbrachter Arbeit starteten die dort als Strecken- und Verpflegungsposten eingesetzten Jugendlichen einen Angriff auf ihre als Abschlussradler eingesetzten Trainer. Die Wasserbecher wurden nicht mehr wie zuvor umsichtig gereicht, sondern mit Elan auf den Coaches verteilt. Diese drehten den Spieß um, schnappten sich die Wasserkanister und verfolgten ihre Schützlinge, um in einer ersten Wasserschlacht des Jahres Rache zu nehmen.